Crémant

In der Familie des Autors trinkt man keinen Champagner sondern Crémant. Das hört sich natürlich erst einmal irgendwie bescheuert an. Champagner ist doch das wertvolle Getränk und jede*r trinkt doch lieber Champagner. Gut, Crémant ist kostengünstiger, aber ansonsten wird dieser französische Schaumwein nach einem genauso streng geregelten Verfahren („Méthode Traditionnelle“ bzw. „Champenoise“) hergestellt wie die teure Schwester. Bei der traditionellen Flaschengärung wird noch Zucker und Hefe hinzugesetzt. Das sieht dann so aus: nur ganze Trauben dürfen gepresst werden, im Crémant dürfen maximal 150 Milligramm / Liter Schwefeldioxid enthalten sein und aus 150 Kilo Trauben höchstens 100 Liter Most gepresst werden. Die Hefe muss mindestens neun Monate gären.

Was ist nun Sekt? Grundsätzlich ist das die übliche Benennung von Schaumwein in Deutschland, während in Frankreich ja die beiden anderen genannten Bezeichnungen gelten. Allen gemeinsam ist ihre Herstellung als Wein im Verfahren der Flaschengärung. Die meisten deutschen Schaumweine sind sortenrein, seltener auch Cuvées in klassischer Flaschengärung. Champagner bezeichnet ausschließlich Schaumwein aus der sich über 33.500 Hektar erstreckenden französischen Weinbauregion Champagne. „Echter“ Champagner kommt als Verschnitt der 3 Rebsorten Pinot Meunier und Pinot Noir (jeweils blau) sowie Chardonnay (weiß). Hier ist der Unterschied zum Crémant nicht nur der Herkunftsort, sondern auch die Tatsache des größeren Flaschendrucks zu nennen. Der Crémant perlt weniger, weil sein Falschendruck ungefähr 3,5 bar beträgt und ist daher auch verträglicher, während der Druck beim Champagner bei 5-6 bar liegt.

Jetzt ist natürlich auch nicht jeder Crémant gleich, natürlich verwendet jeder Anbauort eine andere Rebsorte, weswegen die Produkte alle unterschiedlich schmecken und ihren eigenen regionalen Charakter besitzen. Wahrscheinlich streiten sich die besagten Regionen (Loire, Bourgogne, Alsace) darum, welche Region die beste Qualität herausbringt, aber für die Familie des Autoren ist selbstverständlich klar, dass das Elsass das Rennen macht. Dort werden verschiedene Pinot-Sorten, Chardonnay, Auxerrois sowie Riesling verwendet, während der Crémant de Loire vorwiegend aus Chenin Blanc, Chardonnay, und Cabernet Franc entsteht.

Im #heleneblues tauchen nur Champagner und besonders Crémant auf, das ist natürlich deswegen, weil man die ersten Tage im Elsass verweilt. Prost und à votre santé!

 

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